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Sicher Buss fahren für ältere Fahrgäste

Von "Ideenwerkstatt Sicherheitsstrategie 2030"

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Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte Ihnen eine Anregung geben, die mir persönlich sehr am Herzen liegt und die möglicherweise dazu beitragen kann, den Busverkehr für ältere Menschen sicherer zu machen. Zu meiner Person: Mein Name ist Michael Mazurkiewicz, ich bin 60 Jahre alt und lebe in Düsseldorf. Vor zwei Jahren habe ich mir bei einem Sturz das linke Handgelenk gebrochen. Seit diesem Unfall nehme ich das Busfahren mit ganz anderen Augen wahr. Mir ist bewusst geworden, vor welchen Herausforderungen viele ältere oder körperlich eingeschränkte Fahrgäste täglich stehen. Aus meiner Sicht gibt es insbesondere folgende Situation: Nach dem Einstieg an der vorderen Tür befinden sich im ersten Bereich des Busses häufig nur wenige Sitzplätze. Sind diese bereits belegt, muss man sich weiter nach hinten bewegen. Oft fährt der Bus jedoch schon an, bevor man einen sicheren Halt oder einen Sitzplatz gefunden hat. Gerade ältere Menschen sind dadurch einem erhöhten Sturzrisiko ausgesetzt. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass Ihre Fahrerinnen und Fahrer unter erheblichem Zeitdruck stehen und den Fahrplan einhalten müssen. Deshalb sehe ich die Ursache nicht bei den Fahrerinnen und Fahrern, sondern in den Abläufen, die Sicherheit und Pünktlichkeit miteinander vereinbaren müssen. Daher möchte ich folgende Anregungen zur Diskussion stellen: • Entwicklung eines Fahrsicherheitstrainings für ältere Fahrgäste. Dabei könnten das sichere Einsteigen, das richtige Festhalten, das Fortbewegen im Bus sowie das Verhalten beim Anfahren und Bremsen praktisch geübt werden. • Prüfung, ob ältere oder mobilitätseingeschränkte Fahrgäste in bestimmten Situationen auch über die hintere Tür einsteigen dürfen, um schneller einen Sitzplatz zu erreichen. • Überprüfung, ob im vorderen Bereich zusätzlicher Sitzraum oder weitere Haltemöglichkeiten geschaffen werden können. • Sensibilisierung der Fahrgäste, Sitzplätze für ältere Menschen möglichst frühzeitig freizugeben. Ich bin überzeugt, dass bereits kleine Veränderungen dazu beitragen können, die Sicherheit älterer Menschen deutlich zu verbessern. Viele Seniorinnen und Senioren haben große Angst vor einem Sturz. Ein einziger Sturz kann im höheren Alter schwerwiegende Folgen haben – von Knochenbrüchen über lange Krankenhausaufenthalte bis hin zum Verlust der Selbstständigkeit. Deshalb bedeutet sicheres Busfahren für viele ältere Menschen nicht nur Mobilität, sondern auch Lebensqualität und die Möglichkeit, weiterhin selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ich würde mir wünschen, dass dieses Thema einmal näher betrachtet wird. Vielleicht lässt sich gemeinsam mit Seniorenvertretungen, Verkehrsunternehmen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein Pilotprojekt entwickeln. Gerne wäre ich bereit, meine persönlichen Erfahrungen einzubringen und bei der Konzeption und Umsetzung eines solchen Projekts ehrenamtlich mitzuwirken. Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen und danke Ihnen herzlich für die Zeit, die Sie sich für mein Anliegen genommen haben. Mit freundlichen Grüßen Michael Mazurkiewicz Düsseldorf

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Letztes Update: 24. August 2026

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